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Schamottsteine | Schamotte


Schamottsteine sind rein umgangssprachlich alle Steine, welche aus feuerfesten Materialien bestehen. Bei genauerem Hinschauen wird man allerdings sehen, dass es unterschiedliche feuerfeste Baustoffe gibt, welche man auch für verschiedene Zwecke verwenden kann. Fachlich gesehen handelt es sich allerdings lediglich um Schamottsteine, wenn das feuerfeste Material künstlich hergestellt ist und zu 10 bis 45 Prozent aus Aluminiumoxid besteht. Unterschieden wird dabei in Normal-Schamotte mit 30 bis 45 Prozent Aluminiumoxid und saure Schamotte mit 10 bis 30 Prozent Aluminiumoxid.

Im Prinzip ist Schamotte nichts anderes als gebrannter Ton, auch Kaolin genannt. Schamottsteine aus reinem Ton würden eine zu enorme Brennschwindung aufweisen. Indem man den Baustoff vorbrennt erreicht man, dass auf diesem Wege ein Großteil der so genannten Schwindung beseitigt wird. Aus diesem Grund ist der Stein dann weniger anfällig für Risse.
Im Alltag werden Schamottsteine vor allem zur Fertigung von Kaminen, Kachelöfen und Pizzasteinen verwendet. Zudem sind sie Bestandteil der Wärmespeichermasse in Elektroheizungen.

In der Technik hintermauert man hochwertigere Steine mit Schamott. Aber auch für die Innenbeschichtung von Öfen, in der Eisenanwendung, sind Steine aus Schamott an der Tagesordnung. Dies gilt ebenfalls bei Behältern für den Transport von Flüssigkeiten. Außerdem gibt es einen sehr makaberen Verwendungszweck, denn auch zur direkten Kennzeichnung der Asche bei Verstorbenen werden diese Schamotte verwendet. Die kleinen Schamottsteine weisen eine eingravierte Nummer auf.